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Offener Brief an den DDV

Aufgrund von Feedbacks einiger Spieler, die an den German Masters teilgenommen haben, hat der NDV einen offenen Brief an den DDV gerichtet um einige Angelegenheiten aufzugreifen und in den Austausch mit dem DDV zu gehen und Lösungswege zu finden.

 

Folgender Wortlaut des Schreibens:

 

Offener Brief an das Präsidium des deutschen Dart Verbandes e.V.

  

German-Masters 2022

 

Liebes Präsidium des DDV,

die diesjährigen German Masters sind erfolgreich absolviert und vermutlich hat das Präsidium des DDV bereits ein erstes Fazit gezogen.

Auch im NDV laufen seit der vergangenen Woche viele Gespräche zu dem Turnier. Wir waren und sind mit etlichen teilnehmenden Spielerinnen und Spielern im Austausch, die uns ihr persönliches Feedback haben zukommen lassen. Ihnen haben wir zugesichert, dass wir ihre Empfindungen und Bewertungen auch an euch weitergeben. Darum haben wir uns für die Form dieses offenen Briefes entschieden.

 

Der Austragungsort

Sicher ist allen bewusst, dass die gewählten Räumlichkeiten für eine Veranstaltung dieser Ordnung allein von der Größe her völlig ungeeignet waren. Dem Empfinden der allermeisten Spielerinnen und Spieler nach wäre die Kapazität der Räume schon mit einem Drittel der Teilnehmenden erschöpft gewesen. Die allgemein schlechten Luftbedingungen wurden durch die durchgehend viel zu hohen Innentemperaturen noch prekärer. Dass der Außenbereich zwar gut bemessen war aber bei hochsommerlichen 36 Grad Außentemperatur nur bedingt zum Aufenthalt einlud, kann nicht kalkuliert werden, verschärfte die Situation aber zusätzlich.

Es ist die Aussage getroffen worden, dass keine alternativen Räumlichkeiten zur Verfügung gestanden hätten. Offenbar wurden jedoch zum Beispiel regional weniger zentral in Deutschland liegende Orte von Vornherein gar nicht berücksichtigt. Dass im niedersächsischen Uelzen eine 800 Quadratmeter große Doppelhalle hätte, verfügbar gemacht werden können, ist dem Präsidium des DDV bekannt.

 

Die Organisation

Die Unterstützer des TSV Ginnheim waren bestens bemüht stets das Mögliche des Moments zu tun und waren wirklich sehr auf Zack. Die gute und schnelle Versorgung am Getränkestand und auch die Versorgung mit Verpflegung sind Beispiele dafür (ein Hoch auf die Rote Rindswurst!) – das war wirklich eine super Leistung, vielen Dank dafür.

Die Zuordnung der Spielbereiche ist von den Spielerinnen und Spielern kritisiert worden und hat in Summe bei uns zu großem Unverständnis und zu Verärgerung geführt. Gerade die Jugendlichen mussten in dem am meisten überhitzen Bereich der Halle antreten. Das kritisieren wir auch an dieser Stelle noch einmal deutlich. Nach Intervention vor Ort fand sich nach mehreren Stunden (!) eine Alternative im Keller –  die dann den Damen zugewiesen wurde. Dass die Jugend erneut unter dem Dach spielen musste, empfanden und empfinden wir bis heute als absolut fahrlässige Entscheidung des Veranstalters. Aus unserer Sicht wurde hier ganz klar die dem Veranstalter obliegende Fürsorgepflicht verletzt. Auch im Dartsport sind wir dem Jugendschutz verpflichtet.

Am Samstag gab es einen gesundheitlichen Zwischenfall im NDV-Damen-Team; wegen der Hitze unter dem Dach kam es bei einer Spielerin zu einem kurzzeitigen Kreislaufversagen.

 

Die Kommunikation

Der Sportwart hat als unser Delegationsleiter den Bundesspielleiter vor Ort mehrfach auf die Aufteilung der Spielstätte, vor allem mit Blick auf den Bereich der Jugendlichen aber auch der Damen angesprochen. Hierzu stellen wir fest, dass es keine zufriedenstellenden und schon gar keine lösungsorientierten Antworten gab. Im Gegenteil: konstruktive Vorschläge zu möglichen räumlichen Veränderungen wurden harsch beiseitegeschoben. Bei uns ist der Eindruck entstanden, dass unsere Fragen und auch Vorschläge als störend, sogar unredlich empfunden worden. Die Tatsache, dass eine sachliche Kommunikation mit einem offenen Austausch von Argumenten und ein konstruktiver Dialog im Laufe des Spielbetriebes nicht möglich war, kritisieren wir deutlich.

Noch einmal ein Blick auf die jugendlichen Teilnehmenden. Nicht nur, dass ein Spielbereich in der Haupthalle dem deutschen Nachwuchs größere Zuschauerzahlen und eine damit verbundene verdiente Wertschätzung gebracht hätte. Sehr schade finden wir auch, dass in der Berichterstattung von den German Masters weder ein Wort von dem von uns veranstalteten Jugendturnier erwähnt, wird noch dass man das Jugendturnier von Sonntag extern mitverfolgen konnte.

Tatsächlich haben wir im NDV in den letzten Monaten immer stärker den Eindruck gewonnen, dass jegliche Fragestellungen an die meisten Mitglieder des DDV-Präsidiums offenbar reflexartig als unberechtigte Kritik oder gar Beleidigung aufgefasst werden. Wir bedauern das und möchten auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, dass solche Reaktionen wirklich nicht notwendig sind. Wir finden solch ein Verhalten nicht nur unangemessen, es erschwert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in hohem Maße. Auch das ist äußerst schade.

Unsere Bitte: Nehmt die Rahmenbedingungen, Abläufe und Erfahrungen dieses Events als Grundlage, um das Geschehen vor Ort noch einmal zu überdenken. Und lasst uns in solch schwierigen Situationen konstruktiv und offen miteinander sein, damit wir gemeinsam einen gangbaren Weg finden. Wir möchten ausdrücklich noch einmal betonen, dass wir in jeder Situation bereit sind, konstruktiv mitzudenken, zu unterstützen und natürlich mit anzufassen; egal ob das in Niedersachsen oder sonst wo in Deutschland ist, wie zum Beispiel jetzt in Ginnheim.

 

Anregungen und Gedanken für 2023

Aus jeder Erfahrung kann man lernen, wenn man bereit dazu ist. Wir möchten als Denkanstoß für das nächste Jahr eine Idee formulieren: man könnte statt einer großen Sporthalle alternativ auch den Eventbereich eines Tagungshotels als Spielort nutzbar machen. Die britischen Verbände machen uns diese Möglichkeit in gelebter Praxis seit vielen Jahrzehnten vor. Dazu könnten Unterbringungspakete für zumindest einige Landesverbände mit ausgehandelt werden und neben einer Klimatisierung wäre der Rahmen bestimmt auch präsentabel (Sponsoren, Presse, TV usw.).

Falls es dann wieder 10.000 Euro als großzügigen Zuschuss aus der DDV-Kasse geben darf, wären Verzehrgutscheine für rund 500 TeilnehmerInnen sicher gut angelegt, da es dann genau die SportlerInnen treffen würde, die über die gesamte Saison die Ranglistenturniere des DDV und seiner Mitgliedsverbände besuchen 😊.

Wir schließen uns der Meinung an, dass die German Masters idealerweise, möglichst weiterhin zentral in Deutschland stattfinden sollten – damit alle eine ungefähr gleiche Anreise haben. Der für 2023 genannte Ort Geiselwind folgt diesem Gedanken, rund 40 Kilometer östlich von Würzburg liegend, jedoch nicht. Außerdem gibt es dort kaum ausreichende Hotelkapazitäten und die Getränkepreise wurden beim letzten Turnier als recht teuer moniert. Daher bitten wir das DDV-Präsidium eindringlich, den Austragungsort nochmals zu überdenken und einen zentraleren Ort für die nächsten Jahre zu sichern – auch bei diesem Vorhaben sind wir bei Bedarf gerne mitdenkend dabei.

Mit diesen Impulsen

für das kommende Jahr bedanken wir uns noch einmal ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern sowie Unterstützerinnen und Unterstützern und besonders und gerade dem DDV für die Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen German Masters. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Auseinandersetzung und konstruktive Gedankenarbeit mit Blick in die Zukunft in den Gremien.

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 30. Juni 2022

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